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	<title>unterdrei &#187; Berlin</title>
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	<description>Von 2007 bis 2009 war dies das gemeinsame Blog und Portfolio dreier Online-Journalismus-Studenten zu Netz, Print und Crossmedia.</description>
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		<title>Vor der Wahl ist w&#228;hrend der Wahl</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 20:58:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kersten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutschland vollf&#252;hrt den schwarz-gelben Richtungswechsel, die SPD ist in weite Ferne ger&#252;ckt. Dieser subtile Vorbote des amtlichen Endergebnisses der deutschen Bundestagswahl 2009 – er klebte schon am Boden des Willy-Brandt-Hauses, bevor die erste Hochrechnung kam. Mindestens genau so lange vorbereitet wie die Wahlparty der SPD, war auch die Berichterstattung f&#252;r derStandard.at, die Tobi und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-505" title="Photo: Kersten A. Riechers" src="http://unterdrei.net/blog/wp-content/uploads/2009/09/20090928_btw09_spd1.jpg" alt="Photo: Kersten A. Riechers" width="582" height="333" /></p>
<p>Deutschland vollf&#252;hrt den schwarz-gelben Richtungswechsel, die SPD ist in weite Ferne ger&#252;ckt. Dieser subtile Vorbote des amtlichen Endergebnisses der deutschen Bundestagswahl 2009 – er klebte schon am Boden des Willy-Brandt-Hauses, bevor die erste Hochrechnung kam.</p>
<p>Mindestens genau so lange vorbereitet wie die Wahlparty der SPD, war auch die Berichterstattung f&#252;r derStandard.at, die Tobi und ich gestern aus Berlin &#252;bernehmen durften. Einen Tag lang haben wir die Wahl an verschiedenen Stellen der Hauptstadt begleitet. Angefangen beim <a href="http://unterdrei.net/2009/09/is-doch-noch-den-janzen-tach-zeit/" target="_self">Kiosk an der Ecke</a>, weiter zum <a href="http://unterdrei.net/2009/09/der-wahlspaziergang/">Wahllokal</a> vorbei an <a href="http://unterdrei.net/2009/09/berlin-ist-nicht-deutschland/">untypischen Wahlplakaten</a> hin zur Vorbereitung der <a href="http://unterdrei.net/2009/09/coole-location-cooles-ergebnis/">Wahlparty</a> bis schlie&#223;lich zum <a href="http://derstandard.at/fs/1252771555891/Livebericht-Enttaeuschung-in-der-SPD-Zentrale---Jubel-bei-FDP">Live-Bericht</a> aus der <a href="http://twitter.com/intstandardat/status/4420243345" target="_blank">Parteizentrale</a>.</p>
<p>Die Lehren und Einblicke eines solchen Tages will ich an dieser Stelle gerne teilen.</p>
<p><strong>Wiki-wiki – schnell, schnell !<br />
</strong>Schon in einigen Projekten zuvor haben wir es lieben gelernt und k&#246;nnen es gar nicht oft genug empfehlen: Das Wiki. Nimmt man eine simple Variante wie das DokuWiki, ist es schnell aufgesetzt und einsatzf&#228;hig.</p>
<p>Gerade weil wir nicht in einer festen B&#252;rostruktur zusammenarbeiten, hat uns das Wiki geholfen, Hintergrundinfos, Statistiken und Fundst&#252;cke an zentraler Stelle zu sammeln. So konnten wir von unterwegs sehr schnell etwa auf gesammelte Statistiken zur&#252;ckgreifen und mussten diese nicht zeitraubend recherchieren.</p>
<p><strong>Wo, wann und wie schnell?</strong><br />
So dr&#246;ge es auch scheint: Zeit- und Routenplanung sind das R&#252;ckgrat. Unsere Aufgabe war es, in wenigen Stunden an so vielen Orten wie m&#246;glich Stimmung und Meinungen einzuholen. Nachdem wir unsere wichtigsten Stationen definiert hatten (Wahllokal, Wahlpartys, besondere Wahlkreise), haben wir uns den Stadtplan geschnappt und die Etappen geographisch sinnvoll aneinander gepappt. Dazwischen immer sch&#246;n Luft f&#252;rs Schreiben.</p>
<p>Die im Wiki abgelegten Adressen waren direkt mit Google Maps verlinkt, sodass das schlaue Mobiltelefon sofort die F&#252;hrung &#252;bernehmen konnte. Was beim n&#228;chsten Mal noch besser gehen kann: Nicht nur die exakten Adressen, sondern auch umliegende U- und S-Bahnstationen recherchieren.</p>
<p><strong>Alles da, wenn auch wir da sind?</strong><br />
Akkreditierungen sind nicht gleichzeitig die Garantie auf einen Online-Zugang. Wer nicht ohnehin mit seinem eigenen UMTS-Zugang unabh&#228;ngig ist, sollte sp&#228;testens bei der Akkreditierung nachfragen, welches dreiseitige Dokument zu unterschreiben ist, bevor einem gn&#228;dig das WLAN ge&#246;ffnet wird. Bei besonders gro&#223;en staatstragenden Organisationen (nat&#252;rlich nicht die CDU, neeein) werden Anmeldungen bisweilen auch nach zweimaligem Akkreditieren nicht wiedergefunden – da hilft nur Nachfragen.</p>
<p><strong>Zu zweit ist besser.</strong><br />
Der Multifunktionsjournalist ist mehr Utopie als Zukunft. Mag es auch Luxus gewesen sein, dass wir im Zweier-Team unterwegs waren, f&#252;r die Qualit&#228;t war es sicherlich ein Muss. Es ist einfach nicht m&#246;glich, gleichzeitig Photos zu machen, mitzuschreiben und auf das Gesagte zu achten. Wer das versucht, vernachl&#228;ssigt mit Sicherheit mindestens eine der Komponenten.</p>
<p>Dass wir als Online-Journalisten f&#252;r s&#228;mtliche Medien und Formate ausgebildet werden, ist dabei kein Widerspruch. Gerade durch die interdisziplin&#228;re Ausbildung konnten wir je nach Situation die Rollen von Photograph und Texter wechseln, oder mit der Redaktion kommunizieren, w&#228;hrend der andere die Bilder bearbeitete. F&#252;r das Redigieren liegen die Vorteile sowieso klar in vier H&#228;nden.</p>
<p><strong>Onlinesein!<br />
</strong>Mehrmals haben wir die Orte gewechselt – nat&#252;rlich nicht nur nach Plan. Flexibilit&#228;t ist f&#252;r einen Journalisten selbstverst&#228;ndlich. Die Mittel m&#252;ssen es aber auch sein. Ohne den mobilen Internetzugang w&#228;ren wir um einiges langsamer gewesen und h&#228;tten manches wom&#246;glich nicht entdeckt. Was Endger&#228;te und Datenflatrates betrifft, ist aber gerade in Deutschland noch viel Luft nach oben. <strong> </strong></p>
<p>Alte Journalistenhasen m&#246;gen hier vielleicht nur zustimmend nicken, angehenden Journalisten oder in der Ausbildung steckenden – so wie wir selbst auch – m&#246;gen unsere Erfahrungen  vielleicht aber auch der eine oder andere Gedankenansto&#223; sein. Oder wie steht&#8217;s mit eurer Erfahrung?</p>
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		<title>Coole Location – cooles Ergebnis?</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 18:28:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portfolio]]></category>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein gr&#252;ner Staubsauger saugt sich tapfer &#252;ber den grauen Boden. Hin und her. Immer wieder an der gr&#252;nen B&#252;hne vorbei. Zwei Mikros stehen auf dieser B&#252;hne, sonst nichts. In nur noch wenigen Stunden werden hier gl&#252;ckliche Minen und M&#252;nder einen Wahlerfolg der Partei B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen verk&#252;nden. Denn gl&#252;cklich sind solche Verk&#252;nder immer, egal wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-500" title="Photo: Kersten A. Riechers" src="http://unterdrei.net/blog/wp-content/uploads/2009/09/btw09_gruene-2104.jpg" alt="Photo: Kersten A. Riechers" width="582" height="333" /></p>
<p>Ein gr&#252;ner Staubsauger saugt sich tapfer &#252;ber den grauen Boden. Hin und her. Immer wieder an der gr&#252;nen B&#252;hne vorbei. Zwei Mikros stehen auf dieser B&#252;hne, sonst nichts. In nur noch wenigen Stunden werden hier gl&#252;ckliche Minen und M&#252;nder einen Wahlerfolg der Partei B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen verk&#252;nden. Denn gl&#252;cklich sind solche Verk&#252;nder immer, egal wie es ausgeht. Die K&#246;pfe h&#228;ngen lassen, das kann sich an so einem Abend nicht einmal die geschnittene Sonnenblume leisten.</p>
<p>&#8222;Wir haben sicherlich die coolste Wahlparty-Location von allen, jetzt brauchen wir nur noch ein cooles Ergebnis&#8220;, sagt einer der Helfer. Die Gr&#252;nen haben ihr Wahlquartier ins alternative Friedrichshain gelegt, eine ihrer Hochburgen in Berlin. 21,8 Prozent der Zweitstimmen gewann die Partei in diesem Wahlbezirk bei der letzten Bundestagswahl, wurden zweitst&#228;rkste Kraft hinter der SPD.</p>
<p>Hunderte Quadratmeter ist der Postbahnhof am Ostbahnhof gro&#223;. Zwischen 1000 und 2000 G&#228;ste werden hier ab 17 Uhr 30 erwartet. Renate K&#252;nast und J&#252;rgen Trittin, die Spitzenkandidaten von B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN werden kommen. Ebenso Claudia Roth und Cem &#214;zdemir. Doch noch ist von Politprominenz nichts zu sehen, nur die Journalisten tummeln sich bereits in allen Ecken. &#220;berall im Saal haben die TV-Stationen ihre mobilen Studios aufgebaut. Unz&#228;hlige Techniker laufen herum, hinter den Kulissen werden die ersten Moderatoren gepudert.  Vor dem Geb&#228;ude f&#252;llen junge Parteimitglieder 1500 Luftballons mit Helium. Auf dass es nach oben geht.</p>
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		<title>Der Wahlspaziergang</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 17:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Ob hier schon was los war? Da m&#252;sst ihr sp&#228;ter kommen“, sagt Wahlhelfer Falk Berndt, 34 und lacht. Vor 14 oder 15 Uhr ginge in diesem Stadtteil kaum einer w&#228;hlen. Zusammen mit f&#252;nf weiteren Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sitzt Berndt in einem Klassenraum der K&#228;the-Kollwitz-Oberschule im Wahlkreis Pankow. Die Wahlhelfer arbeiten in zwei Schichten. Eine fr&#252;h, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-483" title="Copyright: derStandard.at / Kersten A. Riechers" src="http://unterdrei.net/blog/wp-content/uploads/2009/09/20090927_wahllokal_pankow_btw09.jpg" alt="Copyright: derStandard.at / Kersten A. Riechers" width="582" height="333" /></p>
<p>„Ob hier schon was los war? Da m&#252;sst ihr sp&#228;ter kommen“, sagt Wahlhelfer Falk Berndt, 34 und lacht. Vor 14 oder 15 Uhr ginge in diesem Stadtteil kaum einer w&#228;hlen. Zusammen mit f&#252;nf weiteren Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sitzt Berndt in einem Klassenraum der K&#228;the-Kollwitz-Oberschule im Wahlkreis Pankow. Die Wahlhelfer arbeiten in zwei Schichten. Eine fr&#252;h, eine sp&#228;t. Sie geben Stimmzettel aus und haken ab, wer sein Kreuz gemacht hat.</p>
<p>Pankow ist nicht gerade repr&#228;sentativ f&#252;r Deutschland. „Doch welcher Wahlbezirk ist das schon“, fragt einer der Wahlhelfer. In der N&#228;he von Essen g&#228;be es ein Dorf, das immer ganz nah am am bundesweiten Endergebnis dran sei.</p>
<p>2005 lag in Pankow die SPD vorne. Sie gewann 34,6 Prozent der Stimmen, gefolgt von der Linkspartei mit 24,4 Prozent. Die CDU? Abgeschlagen mit lediglich 14,4 Prozent. Und h&#228;tte allein dieser Bezirk im Osten Berlins &#252;ber die Zusammensetzung des Bundestages entschieden, die FDP w&#228;re mit 5,7 Prozent fast an der F&#252;nf-Prozent-H&#252;rde und damit am Einzug ins Parlament gescheitert.</p>
<p>Und heute? Demoskopen gehen davon aus, dass derzeit noch 40 Prozent der W&#228;hler unentschlossen sind, wo sie ihr Kreuz machen sollen. Was also mag einem W&#228;hler auf dem Weg zur K&#228;the-Kollwitz-Oberschule durch den Kopf gehen?</p>
<p>Merkel war nicht schlecht, aber auch nicht gut. Die SPD ist zu rechts, die Linken zu links, die Gr&#252;nen zu gr&#252;n und &#252;berhaupt: Von Wirtschaft haben die doch keine Ahnung. Dabei ist doch Krise. Also Stammw&#228;hlen? Wechselw&#228;hlen? Stell dir vor, Guido Westerwelle wird Au&#223;enminister. Stell dir vor, Frank-Walter Steinmeier bleibt Au&#223;enminister. Wieder Gro&#223;e Koalition. Willst du das? Ja? Dann w&#228;hle Gr&#252;n. Taktisch klug. Ist das &#220;berzeugung? Ist das noch Demokratie? Also lieber gleich ung&#252;ltig w&#228;hlen? Aus Protest. Protestwahl! Bin ich WIR? Weg mit Hartz IV! Links? Rechts? Ruck? Zu radikal. Also Volksparteien w&#228;hlen. Aber wie viel Volkspartei steckt noch in den Volksparteien? Kann angesichts dieser Umfragewerte &#252;berhaupt von Volksparteien gesprochen werden? Die Kinder, die Steuern, die Schulden, die Krise, die Krise, die Krise, das Geld, die Zukunft und Opel und Umwelt. Atom und Lobby, Fernsehduell und Afghanistan. Und wer sind eigentlich diese Piraten?</p>
<p>Wir fragen die, die gerade gew&#228;hlt haben. „Erststimme Thierse, Zweitstimme CDU“, verr&#228;t uns ein junger Familienvater. Wolfgang Thierse (SPD), von 1998 bis 2005 Pr&#228;sident des Deutschen Bundestages und seit 2005 Vizepr&#228;sident, wohnt gleich um die Ecke in der Knaackstra&#223;e. Einer aus dem Kiez. Einer, der anerkannt wird. 2005 gewann er &#252;ber 40 Prozent der Erststimmen. Wirklich aus &#220;berzeugung habe er nicht gew&#228;hlt, erz&#228;hlt uns der Mann. Der Wahl-O-Mat habe schlie&#223;lich den Ausschlag gegeben – „auch wenn da ganz kuriose Parteien vorne mit dabei waren.“ Er w&#252;nscht sich den Fortbestand der Gro&#223;en Koalition. Das sei doch gar nicht so schlecht gewesen.</p>
<p>Die wenigen &#228;lteren Menschen, die ins Wahllokal kommen, wollen uns nicht sagen, wen sie w&#228;hlen. Anders Mattia Bier. „Gr&#252;n, Gr&#252;n, Gr&#252;n“, sagt die junge Frau noch ehe wir unsere Meinungsforscherfrage beenden k&#246;nnen. Sie w&#228;hlt aus &#220;berzeugung. Keine taktischen Spielchen. So k&#246;nne Demokratie doch nicht funktionieren, meint sie. Dass die Chancen auf eine Regierungsbeteiligung der Gr&#252;nen von den Demoskopen als gering eingestuft werde – Mattia Bier zuckt mit den Schultern. „Ich glaube fest daran, dass die Gr&#252;nen an einer neuen Regierung beteiligt sind“, sagt sie und f&#228;hrt mit dem Fahrrad in den Wahlsonntag.</p>
<p>970 Menschen k&#246;nnten heute theoretisch in einer der zwei Wahlkabinen im Klassenraum ihr Kreuz machen. Doch dass die alle kommen – daran glaubt im Wahllokal niemand. Kristin Pfeiffer, 23, hilft bereits zum zweiten Mal. Sie hat sich ein Buch mitgenommen, ihre Nachbarin macht Kreuzwortr&#228;tsel. Ab 18 Uhr werden sie die Stimmzettel ausz&#228;hlen und das Ergebnis telefonisch weitergeben.</p>
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		<title>„Is&#8216; doch noch den janzen Tach Zeit“</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 17:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kersten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Clubs haben die letzten jungen Menschen ausgespuckt. Nach einer durchtanzten Nacht wanken sie &#252;ber das Berliner Kopfsteinpflaster. Es ist Wahlsonntag in Berlin. In Deutschland. Neun Uhr. Seit einer Stunde haben die Wahllokale ge&#246;ffnet. Die Urnen stehen bereit und warten auf Stimmzettel. Der blaue Himmel-Sonnenschein spricht f&#252;r eine hohe Wahlbeteiligung. Die Prognosen hingegen f&#252;r die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-489" title="Copyright: derStandard.at / Kersten A. Riechers" src="http://unterdrei.net/blog/wp-content/uploads/2009/09/btw09_kiosk_wahllokal_pankow-1867.jpg" alt="btw09_kiosk_wahllokal_pankow-1867" width="582" height="333" /></p>
<p>Die Clubs haben die letzten jungen Menschen ausgespuckt. Nach einer durchtanzten Nacht wanken sie &#252;ber das Berliner Kopfsteinpflaster. Es ist Wahlsonntag in Berlin. In Deutschland. Neun Uhr. Seit einer Stunde haben die Wahllokale ge&#246;ffnet. Die Urnen stehen bereit und warten auf Stimmzettel. Der blaue Himmel-Sonnenschein spricht f&#252;r eine hohe Wahlbeteiligung. Die Prognosen hingegen f&#252;r die niedrigste seit Jahren.</p>
<p>Eine junge Familie steht vor einem Eckkiosk im Stadtteil Prenzlauer Berg und schaut auf den Zeitungsst&#228;nder. „Klar haben wir schon gew&#228;hlt“, sagen Vater und Mutter unisono und tun gerade so, als sei das normal f&#252;r diese Uhrzeit und dieses Land.  Die Zeitungsmacher scheinen da schon besorgter zu sein, die Schlagzeilen sprechen eine klare Sprache:</p>
<p>„Wir haben die Wahl“, titelt der Tagesspiegel; die Berliner Morgenpost &#228;hnlich: „Deutschland hat die Wahl“. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung scheint gerade zu ungeduldig: „Endlich d&#252;rfen die Deutschen w&#228;hlen“. Und die beiden lokalen Boulevardbl&#228;tter appellieren an die Leser: „Bitte gehen Sie w&#228;hlen“ fordert die B.Z. und der Berliner Kurier wortwitzelt: „Heute alle hier aufkreuzen“.</p>
<p>Ein Mann mit Drei-Tage-Bart und Vier-Tage-Hemd steht rauchend daneben. Er sieht das um einiges gelassener: „Is&#8216; doch noch den janzen Tach Zeit.“ Ob er denn w&#228;hlen geht? „Wahrscheinlich“.</p>
<p>Genau so ernst nimmt die Wahl auch Deutschlands gr&#246;&#223;te Boulevardzeitung Bild: „Wer lacht heute Abend?“, fragt sie auf ihrer Seite Eins.</p>
<p>Was um 18 Uhr sein wird, wenn in ganz Deutschland die ersten Hochrechnungen im Fernsehen gezeigt werden, das ist unklar. Die SPD, soviel scheint klar, wird ein Debakel erleben. Matthias Jung, Chef der Forschungsgruppe Wahlen, erwartet “ein Fiasko” f&#252;r die SPD. Er rechne fest mit einer “knappen, aber sicheren Mehrheit” f&#252;r Schwarz-Gelb meldete am Samstag der Tagesspiegel.</p>
<p>Das sieht auch der Kioskbesitzer im Prenzlauer Berg so. Er erwartet sich weder viele verkaufte Zeitungen, noch einen Wechsel in der Politik: „Da bleibt alles beim Alten. Merkel wird’s wieder werden.“</p>
<p>Die CDU scheint sich indes nicht so sicher zu sein. Selbst den eher konservativen Lesern der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erkl&#228;rt sie mittels Wahlwerbung auf der Seite vier: „Wer Merkel st&#228;rken will, muss CDU w&#228;hlen“. Wer h&#228;tte das gedacht.</p>
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		<title>Palomar5 und die Revolution der Arbeitswelt</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 22:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kersten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie wollen dort weiter machen, wo BarCamps und Think-Tanks aufh&#246;ren: Palomar5, ein Berliner Non-Profit-Projekt, will ab Oktober die Arbeitswelt ver&#228;ndern. &#8222;Es ist nicht so, dass wir alle total frustiert mit der Arbeitswelt sind&#8220;, sagt Jonathan Imme, einer der Initiatoren. Als Angeh&#246;rige der Generation der Digital Natives geht es den Organisatoren vielmehr darum, Prozesse der Zusammenarbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-6847" title="20090804_palomar5-0898_580px" src="http://www.gruenderszene.de/wp-content/uploads/2009/08/20090804_palomar5-0898_580px.jpg" alt="20090804_palomar5-0898_580px" width="580" height="387" /></p>
<p style="text-align: justify;">Sie wollen dort weiter machen, wo BarCamps und Think-Tanks aufh&#246;ren: Palomar5, ein Berliner Non-Profit-Projekt, will ab Oktober die Arbeitswelt ver&#228;ndern. &#8222;Es ist nicht so, dass wir alle total frustiert mit der Arbeitswelt sind&#8220;, sagt Jonathan Imme, einer der Initiatoren. Als Angeh&#246;rige der Generation der Digital Natives geht es den Organisatoren vielmehr darum, Prozesse der Zusammenarbeit anders zu gestalten – und dann auch praktisch auszuprobieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Raum dazu haben sie nun in der Berliner Malzfabrik gefunden. Sechs Wochen lang sollen sich dort 30 junge Leute kreativ mit dem Thema Arbeit besch&#228;ftigen. Was sie genau veranstalten, vermag zwar noch keiner zu sagen, doch an M&#246;glichkeiten soll es nicht mangeln. Namhafte Unternehmen wie etwa die Deutsche Telekom unterst&#252;tzen das Projekt finanziell und stellen so jegliches Material, das die Teilnehmer w&#228;hrend des Camps brauchen. Wer ein Baumhaus w&#252;nscht, soll eins bekommen, wer einen Raum zum Schreien braucht, soll ihn sich bauen d&#252;rfen. Nur wenn jemand auf die Idee kommt, die Grundmauern einzurei&#223;en, m&#252;sste &#8222;man das wohl nochmal genau absprechen&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch bis zum 30. August k&#246;nnen sich Interessierte bei <a href="http://palomar5.org/get-involved/application/" target="_blank">Palomar5 bewerben</a> – rein nach Lebensl&#228;ufen wird dabei nicht ausgew&#228;hlt, verspricht Imme. Doch auch wer es nicht unter die 30 Auserw&#228;hlten schafft, kann sich an dem Projekt beteiligen – wie genau das geht, woher Palomar5 seinen Namen hat und weitere Hintergr&#252;nde erz&#228;hlt Jonathan Imme im Gr&#252;nderszene-Interview.</p>
<p style="text-align: justify;">Film ab!</p>
<p style="text-align: justify;"><script src="http://de.sevenload.com/pl/R9RxR06/500x408/0" type="text/javascript"></script></p>
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		<title>Gem&#252;sed&#246;ner und Sonnenschein</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 10:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[merk-würdig]]></category>

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		<description><![CDATA[Lecker war es in Berlin. Und da wir selbst so dankbar waren f&#252;r all die kleinen Tipps, zugefl&#252;stert von diversen (Ex-)Berlinern, m&#246;chte ich euch diesen schmackhaften Reisef&#252;hrer nicht vorenthalten: Tipp 1: Essen im Zentrum kostet viel Geld und hat wenig Flair. Also ab nach Friedrichshain, auf den Kreuzberg und den Prenzlauer Berg! Tipp 2: Mustafa&#8217;s [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_youKGZO_cjI/R9hOUCOtneI/AAAAAAAABdk/GMu00PbC17U/s1600-h/IMG_9701_b.jpg"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_youKGZO_cjI/R9hOUCOtneI/AAAAAAAABdk/GMu00PbC17U/s400/IMG_9701_b.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5176973877765316066" border="0" /></a>Lecker war es in Berlin. Und da wir selbst so dankbar waren f&#252;r all die kleinen Tipps, zugefl&#252;stert von diversen (Ex-)Berlinern, m&#246;chte ich euch diesen schmackhaften Reisef&#252;hrer nicht vorenthalten:
<div><span style="font-weight: bold;">Tipp 1:</span> Essen im Zentrum kostet viel Geld und hat wenig Flair. Also ab nach Friedrichshain, auf den Kreuzberg und den Prenzlauer Berg!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Tipp 2:</span> Mustafa&#8217;s Gem&#252;sekebab. Direkt an der U-Bahn-Station Mehringdamm in Kreuzberg steht eine kleine unscheinbare Bude, die mein Verst&#228;ndnis von einem guten D&#246;ner revolutioniert hat. W&#252;rzige So&#223;e (Kr&#228;uter, Knoblauch oder Scharf) in den D&#252;r&#252;m oder den Fladen, dazu leckeres D&#246;nerfleisch, Kraut, Salat, Zwiebeln und ordentlich gegrilltes Gem&#252;se. Als Abrundung ein Fitzelchen frisch gepresste Zitrone. Ein wahrer Genuss f&#252;r wenig Geld.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Tipp 3:</span> Beckers Fritten. Die orangene Frittenbude in der Oranienburger Stra&#223;e, schr&#228;g gegen&#252;ber vom Tacheles, kommt ohne den oft f&#228;lschlich gesetzten Apostroph im Namen aus. Das freut den Germanisten und den Gaumen zugleich. In belgischer Tradition werden die Pommes frisch zubereitet und mit Schale frittiert. Dazu w&#228;hlt man zwischen unz&#228;hligen So&#223;en &#8211; ich empfehle die Knoblauch-Mayo. Die Currywurst kann man sich sparen, statt dessen lieber eine gro&#223;e T&#252;te Pommes f&#252;r drei Euro erwerben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Tipp 4:</span> Nil. Leider habe ich mir den Stra&#223;ennamen nicht gemerkt. Aber wenn ihr in der N&#228;he des Schlesischen Tors einen nicht gerade einladenden Sudanesischen Imbiss namens Nil findet, geht hinein und esst irgendetwas mit dieser fantstischen Erdnuss-So&#223;e!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Tipp 5:</span> Yellow Sunshine. Als &#252;berzeugter Fleisch-Esser h&#228;tte ich es ja nicht f&#252;r m&#246;glich gehalten, aber dieser vegetarische Burger war, man muss es so deutlich sagen, geil! Im Yellow Sunshine in der Wiener Stra&#223;e 19 in Kreuzberg, das von sich selbst behauptet der erste vegetarische Bio-Schnellimbiss zu sein, gibt es von Gyros &#252;ber Burger alle leckeren Fast-Food-Gerichte ganz ohne Fleisch. Das schmeckt dem Vegetarier oder Veganer aber auch dem Fleischfreund, wie mein tapferer Selbstversuch gezeigt hat. F&#252;r sieben bis acht Euro gibt es ein Men&#252; mit Burger, Pommes, Salat und Bio-Limonade. L&#228;uft.</p>
<p>Diese Schleichwerbung war mir ein Vergn&#252;gen. Jetzt gilt es meinen Stamm-Kebab beizubringen, wie er seinen D&#246;ner etwas aufmotzen k&#246;nnte. So ein bisschen Gem&#252;se und ein Fitzelchen Zitrone&#8230; dit w&#228;r was.</div>
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		<title>Fazit.</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 18:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kersten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienakademie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Linke Medienakademie ist vorbei. Berlin geht weiter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_youKGZO_cjI/R9cbyiOtnbI/AAAAAAAABdI/M86utbzsyu0/s1600-h/IMG_9795_b.jpg"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_youKGZO_cjI/R9cbyiOtnbI/AAAAAAAABdI/M86utbzsyu0/s400/IMG_9795_b.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5176636851681598898" border="0" /></a>Die Linke <strike>Medienakademie</strike> ist vorbei. Berlin geht weiter.</p>
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		<title>Textabsonderungsstelle</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 14:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kersten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienakademie]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo befindet sich die grauenhafteste Textabsonderungsstelle? Dr. Michael Meissner wei&#223; es: Bei der Pressestelle der Linken. Solche Aussagen lassen mich aufhorchen an diesem Wochenende. Als am Freitag ein Dozent zugab, dass er au&#223;er f&#252;r die Linken auch f&#252;r andere Parteien arbeitet, wurde er mit Blicken gelyncht getadelt. Nicht so bei diesem Herrn. Er ist Dozent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo befindet sich die grauenhafteste Textabsonderungsstelle? <a href="http://www.mmeissner.de/">Dr. Michael Meissner</a> wei&#223; es: Bei der <a href="http://die-linke.de/presse/presseerklaerungen/presserklaerungen/">Pressestelle der Linken</a>.</p>
<p>Solche Aussagen lassen mich aufhorchen an diesem Wochenende. Als am Freitag ein Dozent zugab, dass er au&#223;er f&#252;r die Linken auch f&#252;r andere Parteien arbeitet, wurde er mit Blicken <strike>gelyncht</strike> getadelt. Nicht so bei diesem Herrn. Er ist <a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Emmei/">Dozent f&#252;r Theorie und Praxis der Presse an der FU Berlin</a>. Da haben die Genossen schon ein bisschen mehr Respekt.</p>
<p>Redigieren von Texten und Pressemitteilungen. Das wollen wir lernen &#8211; soweit das in zwei Stunden zu schaffen ist.</p>
<p>Bevor wir aber zum praktischen Teil (&#220;ben anhand einer Pressemitteilung der Linken) &#252;bergehen, gibt es einen l&#228;ngeren aber durchaus kurzweiligen Vortrag zur Theorie. Da deckt sich vieles mit dem, was wir im ersten Semester in der Textwerkstatt gelernt haben.</p>
<p>A propos Textwerkstatt: Meissner erz&#228;hlt, in seinem Institut gebe es f&#252;r die praktischen &#220;bungen keine Noten. Das sei genau so schwachsinnig wie Noten im Deutschunterricht.</p>
<p><span style="">„</span>Meine Studenten kennen nicht einmal mehr den Unterschied zwischen anscheinend und scheinbar<span style="">“</span>, spricht&#8217;s und schaut in betretene Gesichter. Das Ganze erinnert mich an eine Mischung aus Wolf Schneider und Bastian Sick. Moment, sagte ich Schneider?</p>
<p>Ein einziges Buch k&#246;nne er empfehlen, ansonsten sei der Mann ein Gesinnungslump, ein Faschist im Tarnanzug. <span style="">„</span>Aber der ist ja schon &#252;ber 80. Die biologische Endl&#246;sung kommt gewiss, wie ich immer sage<span style="">.“</p>
<p>Das Zeilengeld ansprechend f&#252;hrt er das mir bislang unbekannte Wort </span><span style="">„</span><span style="">unk&#252;rzbar</span><span style="">“</span><span style=""> ein. Seine Theorie klingt kalt aber realistisch: Ein geschickter Freier schreibt so, dass sein Text unk&#252;rzbar ist. Er sei darin immer Meister gewesen.</p>
<p>Es bleibt ein fachlich korrekter Vortrag und ein Dozent, der f&#252;r gute verst&#228;ndliche Schreibe wirbt.</p>
<p>Am Ende wirbt Meissner dann noch f&#252;r etwas anderes: F&#252;r Meissner. Der sei jederzeit zu buchen, <a href="http://www.mmeissner.de/blog.html">schreibe Weblog</a> und koste Parteifreunde nur 200 Euro plus Reisekosten.</p>
<p>Achja. Eins noch: <a href="http://www.mmeissner.de/sorry.html">Webseiten gestalten kann er auch</a> (sagt er).<br /></span></p>
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		<title>Linke Medienakademie. Tag Zwei und Drei.</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 10:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienakademie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Medienakademie neigt sich dem Ende zu. Es wird Zeit, die gesch&#228;tzte Leserschaft unserer kleinen Publikationsplattform auf den neusten Stand zu bringen. Von links nach rechts: Am Freitag verbringen wir den Abend auf dem Friedrichshainer Kiez . Der Kommunismus zieht sich wie ein roter (!) Faden durch das Wochenende und so landen wir in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_youKGZO_cjI/R9ek0COtncI/AAAAAAAABdQ/h5tq3Cz_Cd0/s1600-h/IMG_9651_b.jpg"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_youKGZO_cjI/R9ek0COtncI/AAAAAAAABdQ/h5tq3Cz_Cd0/s400/IMG_9651_b.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5176787510544408002" border="0" /></a>Die Medienakademie neigt sich dem Ende zu. Es wird Zeit, die gesch&#228;tzte Leserschaft unserer kleinen Publikationsplattform auf den neusten Stand zu bringen. Von links nach rechts:</p>
<p>Am Freitag verbringen wir den Abend auf dem Friedrichshainer <a href="http://www.bz-berlin.de/BZ/berlin/2008/03/08/berlins-kriminalitaets-atlas-gefaehrlicher-kiez/berlins-kriminalitaets-atlas-gefaehrlicher-kiez,geo=3962752.html">Kiez</a> . Der Kommunismus zieht sich wie ein roter (!) Faden durch das Wochenende und so landen wir in der Kneipe &#8222;Die Tagung&#8220;, in der wir uns Roter Oktober schmecken lassen. Ein Bier, passend beworben mit dem Slogan: &#8222;Heute schon Genossen?&#8220;.</p>
<p>Am Samstag spielen Kersten und ich Touristen. Vor dem verkehrstechnischen Supergau am Montag, nutzen wir die &#246;ffentlichen Verkehrsmittel und fahren mit der S-Bahn zum Alexanderplatz, wo mit dem gro&#223;en T&#252;rmsche, der erste Haken auf dem Touristen-Stadtplan gemacht werden kann. Wir laufen am Roten Rathaus vorbei zum Denkmal von Marx und Engels. Es erscheint uns passend in diesen Tagen. Der &#8222;selektive R&#252;ckbau&#8220; das Palazzo Prozzo beeindruckt wenig, daf&#252;r umso mehr die Trabi-Safari. Viele kleine Trabis tuckern wie an einer Perlenkette durch die Hauptstadt, die ostalgischen Touristen auf die R&#252;ckbank gezw&#228;ngt. Wie authentisch werden sich die beiden korpulenten Damen gedacht haben, als der Motor des kleinen Zebra-Trabis mitten auf der Stra&#223;e des 17. Juni den Dienst quittierte.<br />Immer weiter, vorbei am Adlon, wo sie den roten Teppich ausrollen, durch die Menschenmassen vor dem Brandenburger Tor laufen wir hin zum Reichstagsgeb&#228;ude, das wir interessiert umkreisen. Einen Blick auf die Siegess&#228;ule geworfen und schon stehen wir vor den Stelen des Holocaust-Mahnmals, zwischen selbigen Menschen von Nah und Fern lachend Fangen und Verstecken spielen. Niedersachsen und Hessen lassen wir hinter uns und verschwinden im S-Bahn-Schacht des Potsdamer Platzes. Alle wichtigen Wahrzeichen Berlins in 60 Minuten abgehandelt, das soll uns so schnell einer nachmachen.</p>
<p>Im Neuen Deutschland entf&#228;llt am Nachmittag der Workshop &#252;ber &#8222;Moderne Trends der Zeitungsgestaltung&#8220;. Wenigstens das Seminar &#8222;Tipps und Kniffe bei InDesign&#8220; kann stattfinden. Grafikdesigner R&#252;diger Metzler springt f&#252;r den erkranken Udo Tremmel ein, hat jedoch mit technischen H&#252;rden zu k&#228;mpfen. Auf den bereitgestellten Laptops ist kein InDesign installiert. F&#252;r den Download der knapp 400 MB gro&#223;en Testversion werden &#252;ber eine Stunde Geduld prognostiziert. Metzler improvisiert und versucht mit Hilfe von Screenshots den Zuh&#246;rern das Layout-Programm n&#228;her zu bringen. Viele &#228;ltere Semester k&#228;mpfen indessen mit dem Verst&#228;ndnis, stellen abenteurliche Fragen und strapazieren die Nerven des Profis und der anwesenden Amateure. Viel Neues erf&#228;hrt man in all diesem Chaos nicht.</p>
<p>Halten wir fest: Es lohnt sich vor dem Arbeiten mit InDesign Arbeitsbereiche festzulegen. Ein Schriftenverwaltungsprogramm erleichtert die Arbeit genauso wie das richtige Einstellen der Grundeinstellungen. Und sollten beim InDesignen Fragen auftauchen lohnt ein Blick auf <a href="http://www.hilfdirselbst.ch/">hilfdirselbst.ch</a>. Weiterhin empfiehlt Metzler die Podcasts von <a href="http://www.podcastdirectory.com/podcasts/15732">theindesigner</a> und <a href="http://http//www.podcast.de/podcast/7022/Die_Photoshopper">diephotoshopper</a>.</p>
<p>Wir f&#252;llen unsere M&#228;gen indisch und feiern anschlie&#223;end im empfehlenswerten <a href="http://www.magnet-club.de/">Magnet Club</a>, wo heute der <a href="http://www.karreraklub.de/">Karreraklub</a> zu Gast ist.</p>
<p>Sonntag. Die Nacht war kurz, doch der Vortrag mit der Fragestellung &#8222;Gibt es eine &#196;sthetik der Linken?&#8220; klingt interessant und so laufe ich &#252;ber die Karl-Marx-Alle und die Stra&#223;e der Pariser Kommune zum Neuen Deutschland. In der Beschreibung von Hartmuts Lindemanns Vortrag hei&#223;t es:</p>
<p><span style="font-style: italic;">Der Begriff &#8222;links&#8220; hat verschiedene Wertungen durchgemacht. Wann bekommt der Begriff seine politische Trennsch&#228;rfe, das hei&#223;t auf Eigenbewusstsein gest&#252;tzte politische Wertigkeit? Was ist an &#8222;links&#8220; &#228;sthetisch? Ist mit linker &#196;sthetik ein Stil gemeint? Was w&#228;ren die besonderen Merkmale der Stilmittel einer linken &#196;sthetik? Wie gestaltet sich in den Grenzen der visuellen Kommunikation aus den Alltagsanspr&#252;chen der Linken in Form von Politik, Kultur und Wirtschaft eine linke &#196;sthetik?</p>
<p></span>Antworten auf diese Fragen bleibt der Referent leider schuldig. Das Publikum kann dem hektischen und vergeistigten, mit Fremdw&#246;rtern gespickten Vortrag kaum folgen. Lindemanns Fazit, es g&#228;be dieser Tage keine linke &#196;sthetik, erschlie&#223;t sich, wie in der kurzen Fragerunde klar wird, nicht jedem. Unbefriedigt bleibt das Auditorium zur&#252;ck, w&#228;hrend ich mich mit seinem Lobgesang auf Garamond bes&#228;nftigen lasse.</p>
<p>Zeit f&#252;r ein Mittags-S&#252;ppchen. Beim <a href="http://www.google.de/search?q=linke+medienakademie&amp;hl=de&amp;client=firefox-a&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;hs=3T0&amp;start=10&amp;sa=N">Soooochen</a> nach der Linken Medienakademie wird unser Blog mittlerweile auf Seite 2 aufgef&#252;hrt. Es geht voran.<br /><span style="font-style: italic;"></span></p>
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		<title>Der Podcast-Workshop &#8211; Eine Bilanz</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 13:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienakademie]]></category>
		<category><![CDATA[podcast]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir bloggen live aus der Retrospektive vom Ende des Podcast-Workshops. Zwischen dem lustigen Podcast-Selbstversuch und dem Hier und Jetzt liegen vier Bier und unz&#228;hlige Zigaretten, die der Kersten nicht geraucht hat. Deshalb verzichte ich auf unwichtige Einzelheiten und stelle fest: Unsere Aufgabe, uns um passende Musik zu k&#252;mmern, haben wir mit &#8222;Fatima Spar und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_youKGZO_cjI/R9KYrSOtnaI/AAAAAAAABco/ZEVbTnl89RI/s1600-h/DSC_0116.jpg"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_youKGZO_cjI/R9KYrSOtnaI/AAAAAAAABco/ZEVbTnl89RI/s400/DSC_0116.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5175366791197466018" border="0" /></a>Wir bloggen live aus der Retrospektive vom Ende des Podcast-Workshops.</p>
<p>Zwischen dem lustigen Podcast-Selbstversuch und dem Hier und Jetzt liegen  vier Bier und unz&#228;hlige Zigaretten, die der Kersten nicht geraucht hat.</p>
<p>Deshalb verzichte ich auf unwichtige Einzelheiten und stelle fest: Unsere Aufgabe, uns um passende Musik zu k&#252;mmern, haben wir mit &#8222;Fatima Spar und die Freedom Fries&#8220; stilsicher gel&#246;st.</p>
<p>Gelernt haben wir in den sechs Stunden Workshop auch etwas: Das technische Equipment k&#246;nnen wir uns als arme Studenten (Watt dann jetzt mit die Geb&#252;hren, Andrea?!?) zwar noch nicht leisten, doch die Hemmschwelle, ein Mikro in die Hand zu nehmen, ist gesunken und vielleicht h&#246;rt ihr hier schon bald die zarten Stimmen der drei Karlshofjournalisten.</p>
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