<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>unterdrei &#187; CDU</title>
	<atom:link href="http://unterdrei.net/tag/cdu/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://unterdrei.net</link>
	<description>Von 2007 bis 2009 war dies das gemeinsame Blog und Portfolio dreier Online-Journalismus-Studenten zu Netz, Print und Crossmedia.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 11 Apr 2011 17:29:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.1</generator>
		<item>
		<title>Der Wahlspaziergang</title>
		<link>http://unterdrei.net/2009/09/der-wahlspaziergang/</link>
		<comments>http://unterdrei.net/2009/09/der-wahlspaziergang/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 17:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portfolio]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Demoskopie]]></category>
		<category><![CDATA[Prenzlauerberg]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkreis Pankow]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unterdrei.net/?p=492</guid>
		<description><![CDATA[„Ob hier schon was los war? Da m&#252;sst ihr sp&#228;ter kommen“, sagt Wahlhelfer Falk Berndt, 34 und lacht. Vor 14 oder 15 Uhr ginge in diesem Stadtteil kaum einer w&#228;hlen. Zusammen mit f&#252;nf weiteren Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sitzt Berndt in einem Klassenraum der K&#228;the-Kollwitz-Oberschule im Wahlkreis Pankow. Die Wahlhelfer arbeiten in zwei Schichten. Eine fr&#252;h, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-483" title="Copyright: derStandard.at / Kersten A. Riechers" src="http://unterdrei.net/blog/wp-content/uploads/2009/09/20090927_wahllokal_pankow_btw09.jpg" alt="Copyright: derStandard.at / Kersten A. Riechers" width="582" height="333" /></p>
<p>„Ob hier schon was los war? Da m&#252;sst ihr sp&#228;ter kommen“, sagt Wahlhelfer Falk Berndt, 34 und lacht. Vor 14 oder 15 Uhr ginge in diesem Stadtteil kaum einer w&#228;hlen. Zusammen mit f&#252;nf weiteren Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sitzt Berndt in einem Klassenraum der K&#228;the-Kollwitz-Oberschule im Wahlkreis Pankow. Die Wahlhelfer arbeiten in zwei Schichten. Eine fr&#252;h, eine sp&#228;t. Sie geben Stimmzettel aus und haken ab, wer sein Kreuz gemacht hat.</p>
<p>Pankow ist nicht gerade repr&#228;sentativ f&#252;r Deutschland. „Doch welcher Wahlbezirk ist das schon“, fragt einer der Wahlhelfer. In der N&#228;he von Essen g&#228;be es ein Dorf, das immer ganz nah am am bundesweiten Endergebnis dran sei.</p>
<p>2005 lag in Pankow die SPD vorne. Sie gewann 34,6 Prozent der Stimmen, gefolgt von der Linkspartei mit 24,4 Prozent. Die CDU? Abgeschlagen mit lediglich 14,4 Prozent. Und h&#228;tte allein dieser Bezirk im Osten Berlins &#252;ber die Zusammensetzung des Bundestages entschieden, die FDP w&#228;re mit 5,7 Prozent fast an der F&#252;nf-Prozent-H&#252;rde und damit am Einzug ins Parlament gescheitert.</p>
<p>Und heute? Demoskopen gehen davon aus, dass derzeit noch 40 Prozent der W&#228;hler unentschlossen sind, wo sie ihr Kreuz machen sollen. Was also mag einem W&#228;hler auf dem Weg zur K&#228;the-Kollwitz-Oberschule durch den Kopf gehen?</p>
<p>Merkel war nicht schlecht, aber auch nicht gut. Die SPD ist zu rechts, die Linken zu links, die Gr&#252;nen zu gr&#252;n und &#252;berhaupt: Von Wirtschaft haben die doch keine Ahnung. Dabei ist doch Krise. Also Stammw&#228;hlen? Wechselw&#228;hlen? Stell dir vor, Guido Westerwelle wird Au&#223;enminister. Stell dir vor, Frank-Walter Steinmeier bleibt Au&#223;enminister. Wieder Gro&#223;e Koalition. Willst du das? Ja? Dann w&#228;hle Gr&#252;n. Taktisch klug. Ist das &#220;berzeugung? Ist das noch Demokratie? Also lieber gleich ung&#252;ltig w&#228;hlen? Aus Protest. Protestwahl! Bin ich WIR? Weg mit Hartz IV! Links? Rechts? Ruck? Zu radikal. Also Volksparteien w&#228;hlen. Aber wie viel Volkspartei steckt noch in den Volksparteien? Kann angesichts dieser Umfragewerte &#252;berhaupt von Volksparteien gesprochen werden? Die Kinder, die Steuern, die Schulden, die Krise, die Krise, die Krise, das Geld, die Zukunft und Opel und Umwelt. Atom und Lobby, Fernsehduell und Afghanistan. Und wer sind eigentlich diese Piraten?</p>
<p>Wir fragen die, die gerade gew&#228;hlt haben. „Erststimme Thierse, Zweitstimme CDU“, verr&#228;t uns ein junger Familienvater. Wolfgang Thierse (SPD), von 1998 bis 2005 Pr&#228;sident des Deutschen Bundestages und seit 2005 Vizepr&#228;sident, wohnt gleich um die Ecke in der Knaackstra&#223;e. Einer aus dem Kiez. Einer, der anerkannt wird. 2005 gewann er &#252;ber 40 Prozent der Erststimmen. Wirklich aus &#220;berzeugung habe er nicht gew&#228;hlt, erz&#228;hlt uns der Mann. Der Wahl-O-Mat habe schlie&#223;lich den Ausschlag gegeben – „auch wenn da ganz kuriose Parteien vorne mit dabei waren.“ Er w&#252;nscht sich den Fortbestand der Gro&#223;en Koalition. Das sei doch gar nicht so schlecht gewesen.</p>
<p>Die wenigen &#228;lteren Menschen, die ins Wahllokal kommen, wollen uns nicht sagen, wen sie w&#228;hlen. Anders Mattia Bier. „Gr&#252;n, Gr&#252;n, Gr&#252;n“, sagt die junge Frau noch ehe wir unsere Meinungsforscherfrage beenden k&#246;nnen. Sie w&#228;hlt aus &#220;berzeugung. Keine taktischen Spielchen. So k&#246;nne Demokratie doch nicht funktionieren, meint sie. Dass die Chancen auf eine Regierungsbeteiligung der Gr&#252;nen von den Demoskopen als gering eingestuft werde – Mattia Bier zuckt mit den Schultern. „Ich glaube fest daran, dass die Gr&#252;nen an einer neuen Regierung beteiligt sind“, sagt sie und f&#228;hrt mit dem Fahrrad in den Wahlsonntag.</p>
<p>970 Menschen k&#246;nnten heute theoretisch in einer der zwei Wahlkabinen im Klassenraum ihr Kreuz machen. Doch dass die alle kommen – daran glaubt im Wahllokal niemand. Kristin Pfeiffer, 23, hilft bereits zum zweiten Mal. Sie hat sich ein Buch mitgenommen, ihre Nachbarin macht Kreuzwortr&#228;tsel. Ab 18 Uhr werden sie die Stimmzettel ausz&#228;hlen und das Ergebnis telefonisch weitergeben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unterdrei.net/2009/09/der-wahlspaziergang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Is&#8216; doch noch den janzen Tach Zeit“</title>
		<link>http://unterdrei.net/2009/09/is-doch-noch-den-janzen-tach-zeit/</link>
		<comments>http://unterdrei.net/2009/09/is-doch-noch-den-janzen-tach-zeit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 17:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kersten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Portfolio]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Pankow]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmabgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmzettel]]></category>
		<category><![CDATA[Wahllokal]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlsonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unterdrei.net/?p=484</guid>
		<description><![CDATA[Die Clubs haben die letzten jungen Menschen ausgespuckt. Nach einer durchtanzten Nacht wanken sie &#252;ber das Berliner Kopfsteinpflaster. Es ist Wahlsonntag in Berlin. In Deutschland. Neun Uhr. Seit einer Stunde haben die Wahllokale ge&#246;ffnet. Die Urnen stehen bereit und warten auf Stimmzettel. Der blaue Himmel-Sonnenschein spricht f&#252;r eine hohe Wahlbeteiligung. Die Prognosen hingegen f&#252;r die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-489" title="Copyright: derStandard.at / Kersten A. Riechers" src="http://unterdrei.net/blog/wp-content/uploads/2009/09/btw09_kiosk_wahllokal_pankow-1867.jpg" alt="btw09_kiosk_wahllokal_pankow-1867" width="582" height="333" /></p>
<p>Die Clubs haben die letzten jungen Menschen ausgespuckt. Nach einer durchtanzten Nacht wanken sie &#252;ber das Berliner Kopfsteinpflaster. Es ist Wahlsonntag in Berlin. In Deutschland. Neun Uhr. Seit einer Stunde haben die Wahllokale ge&#246;ffnet. Die Urnen stehen bereit und warten auf Stimmzettel. Der blaue Himmel-Sonnenschein spricht f&#252;r eine hohe Wahlbeteiligung. Die Prognosen hingegen f&#252;r die niedrigste seit Jahren.</p>
<p>Eine junge Familie steht vor einem Eckkiosk im Stadtteil Prenzlauer Berg und schaut auf den Zeitungsst&#228;nder. „Klar haben wir schon gew&#228;hlt“, sagen Vater und Mutter unisono und tun gerade so, als sei das normal f&#252;r diese Uhrzeit und dieses Land.  Die Zeitungsmacher scheinen da schon besorgter zu sein, die Schlagzeilen sprechen eine klare Sprache:</p>
<p>„Wir haben die Wahl“, titelt der Tagesspiegel; die Berliner Morgenpost &#228;hnlich: „Deutschland hat die Wahl“. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung scheint gerade zu ungeduldig: „Endlich d&#252;rfen die Deutschen w&#228;hlen“. Und die beiden lokalen Boulevardbl&#228;tter appellieren an die Leser: „Bitte gehen Sie w&#228;hlen“ fordert die B.Z. und der Berliner Kurier wortwitzelt: „Heute alle hier aufkreuzen“.</p>
<p>Ein Mann mit Drei-Tage-Bart und Vier-Tage-Hemd steht rauchend daneben. Er sieht das um einiges gelassener: „Is&#8216; doch noch den janzen Tach Zeit.“ Ob er denn w&#228;hlen geht? „Wahrscheinlich“.</p>
<p>Genau so ernst nimmt die Wahl auch Deutschlands gr&#246;&#223;te Boulevardzeitung Bild: „Wer lacht heute Abend?“, fragt sie auf ihrer Seite Eins.</p>
<p>Was um 18 Uhr sein wird, wenn in ganz Deutschland die ersten Hochrechnungen im Fernsehen gezeigt werden, das ist unklar. Die SPD, soviel scheint klar, wird ein Debakel erleben. Matthias Jung, Chef der Forschungsgruppe Wahlen, erwartet “ein Fiasko” f&#252;r die SPD. Er rechne fest mit einer “knappen, aber sicheren Mehrheit” f&#252;r Schwarz-Gelb meldete am Samstag der Tagesspiegel.</p>
<p>Das sieht auch der Kioskbesitzer im Prenzlauer Berg so. Er erwartet sich weder viele verkaufte Zeitungen, noch einen Wechsel in der Politik: „Da bleibt alles beim Alten. Merkel wird’s wieder werden.“</p>
<p>Die CDU scheint sich indes nicht so sicher zu sein. Selbst den eher konservativen Lesern der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erkl&#228;rt sie mittels Wahlwerbung auf der Seite vier: „Wer Merkel st&#228;rken will, muss CDU w&#228;hlen“. Wer h&#228;tte das gedacht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unterdrei.net/2009/09/is-doch-noch-den-janzen-tach-zeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

